Louie Palu wuchs als Sohn italienischer Eltern in Kanada auf und studierte am Ontario College of Art, wo er 1991 seinen Abschluss machte. Nach einem Praktikum bei der bekannten amerikanischen Fotojournalistin Mary Ellen Mark begann er, selbst professionell zu fotografieren. Er arbeitete sechs Jahre als Fotograf für die kanadische Tageszeitung The Globe and Mail, bevor er sich entschied, freiberuflich als Fotojournalist tätig zu sein. Die Fotoagentur ZUMA Press vertreibt seine Bilder.
Palus Arbeit konzentriert sich auf aktuelle soziale und politische Themen. So hat er bereits brisante Aufnahmen der Gefängnisinsassen von Guantanamo Bay, dem andauernden Kriegsgeschehen in Afghanistan und der zweiten Amtseinführung von George W. Bush gemacht. Die Fotos aus Afghanistan kontrastieren die Situation in der krisengeschüttelten Region – die erschreckende, alltägliche Brutalität auf der einen, und den unerschöpflichen Lebensmut der Menschen auf der anderen Seite. Da sind auf einem Bild lachende, kaugummikauende Jungen zu sehen, während auf einem anderen amerikanische Soldaten einen schwerverletzten Kameraden versorgen.
Seine ergreifenden und aufrüttelnden Fotos sind in einflussreichen und weltbekannten Zeitungen und Magazinen wie der New York Times, Washington Post und dem Sunday Times Magazine erschienen.
Weiterhin wurden seine Bilder in mehreren Büchern und Katalogen publiziert, auf Festivals, in Ausstellungen und den renommiertesten kanadischen Museen gezeigt und mit bedeutenden Preisen – unter anderem dem Hasselblad Masters Award und als Canadian Photojournalist of the Year – ausgezeichnet.
